Sie befinden sich hier: Home | Aktuelles | Aktuelle Meldungen





Aktuelle Meldungen

Worte zum neuen Jahr Gedanken zur Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas, 6,36)

John Lennon formulierte in einem Song: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

An diese Wahrheit haben wir uns in den letzten Monaten erst einmal wieder gewöhnen müssen. All das, was bisher zu den Selbstverständlichkeiten des Lebens gehörte, ist durch ein kleines Virus ausgehebelt worden. Grenzziehungen in einem unvorstellbaren Ausmaß zeigen uns, dass das Leben seine eigene Dynamik kennt. Wir befinden uns erneut in einem radikalen Lockdown: Geschäfte geschlossen, Urlaub innerhalb Deutschlands unmöglich, strikte Reduzierung der Kontakte. Oder wie es in der Sprache der Politik heißt: Das Leben muss heruntergefahren werden. Ich gebe zu, dass gerade dieser Gedanke mich sehr irritiert. Was steht am Ende dieser Bewegung? Sei`s drum. Die ganze Situation scheint unbarmherzig.

Für uns Johanniter ist aber die Erfahrung der Grenzziehung nicht fremd. Krankheit und Hilfsbedürftigkeit begegnen uns jeden Tag, wenn wir Dienst tun an den „Herren Kranken“, wie es etwas altmodisch im Ordensauftrag heißt. Und zu diesen altmodischen Begriffen gehört auch das Wort „Barmherzigkeit“. Welche Bedeutung hat es, wenn wir es verwenden, hat es überhaupt noch seinen festen Platz in unserem Alltagsleben und in der Alltagssprache?

Im Alten Testament besteht eine enge Verbindung zwischen „erbarmen“ und „Mutterschoß“. Für uns ein fremder Zusammenhang.

„Erbarmen steht für neues Leben“.

Was für eine wunderbare Vorstellung. Und Barmherzigkeit gehört genauso wie Glaube, Treue, Liebe, Gewissen zu den „Herzensbegriffen“, die ein gemeinsames Leben im Angesicht der Unverfügbarkeit des Augenblickes erst möglich machen, um nicht nur einfach am Leben zu bleiben, sondern im Leben. Diese Herzensbegriffe finden in der Barmherzigkeit ihr Ziel.

„So will Barmherzigkeit mein Herz öffnen für den Menschen, der mir gegenübertritt, sei es als Patientin und Bewohner, sei es als Mitarbeitende“.

Das Wort „Barmherzigkeit“ weist aber weit über den Horizont eines sozial-ethischen Verhalten hinaus. Die Jahreslosung erinnert uns daran, dass wir selbst eingebettet sind in einer Barmherzigkeit, die uns tief verbunden sein lässt mit dem Leben: Gottes Barmherzigkeit: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Diese Barmherzigkeit ist der Resonanzboden, der unseren Glauben, unser Vertrauen in Schwingung versetzt und immer wieder dann versetzen will, wenn wir müde werden angesichts des Lebens; wenn es uns auf andere Bahnen setzt. Jesus hat in den Begegnungen mit den angefochtenen Menschen dazu ermutigt, dem barmherzigen Gott zu vertrauen, auch wenn alles dagegenspricht, wenn das Leben sich nicht einfach in unsere Plänen einfügen will, sich nicht einfügen lässt.

Und mit dieser tiefen Gewissheit können wir uns, liebe Johanniter, in Barmherzigkeit begegnen. Wir alle leben von dieser Bereitschaft, von dieser Haltung! Gerade in einem Alltag, der viel von uns abverlangt, wird die einander „zugelebte“ Barmherzigkeit zum Resonanzboden für unseren Lebensalltag. Dann bleiben wir offen für das Leben bei all unseren notwendigen Planungen. Und gerade in den unscheinbarsten Augenblicken spendet dieser „Herzensbegriff“ neue Zuversicht, Hoffnung und Leben. Und so können wir uns barmherzig mit unser Zuversicht und Hoffnung auf den Weg machen durch das Jahr 2021 mit all seinen Herausforderungen, Hoffnungen, aber auch mit seinen Mühen.

Eine kleine Geschichte, die aus dem Orient stammt, soll meine Gedankenreise beenden: Ein frommer Mann stirbt und tritt vor Gott, der ihn fragt: „Weißt du, warum ich dir gegenüber barmherzig bin?“ Der Fromme antwortet: „Wegen meiner guten Werke und weil ich in meiner Anbetung zu dir aufrichtig war?“ Gott antwortet: „Nein. Nicht deswegen. Erinnerst du dich, wie du durch die Gassen deiner Heimatstadt gingst und ein Kätzchen fandest, das vor Kälte ganz schwach geworden war und von Mauer zu Mauer lief, um Schutz zu finden. Da hast du es aus Mitleid aufgehoben und in den Pelz gesteckt, den du trugst, und hast es so vor der Kälte geschützt. Weil du mit dieser Katze Erbarmen hattest, darum habe ich mich deiner erbarmt.“

Wenn wir einander barmherzig im Blick behalten, dann geben wir dem Leben jenseits all unserer Planungen eine Chance.

Bernd Kollmetz

 

Klinikseelsorger in den Johanniter-Ordenshäuser Bad Oeynhausen







Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Bewohner, liebe Angehörige,

 

Erinnern Sie sich noch, wie das Jahr 2020 begann?

Die Silvesternacht war trüb und nebelig, als wollte sie ein Zeichen setzen für ein Jahr, in dem wir unser Leben komplett umstellen mussten.

 

Ein unbekanntes Virus mit einer Größe von ca. 150 Nano-Metern hat das Leben eines ganzen Planeten verändert. Wir mussten unser Leben komplett umstellen und haben unter Infektionsgefahren und Kontaktbeschränkungen gelitten, waren von unseren Freunden und vielleicht auch von unserer Familie getrennt, konnten Angehörige im Krankenhaus, der Reha-Klinik oder im Seniorenhaus nicht oder nur eingeschränkt besuchen, haben mit der Angst um unsere Gesundheit und die unserer Lieben gelebt.

 

Nicht wenige Familien haben einen geliebten Menschen verloren. Wir fühlen uns mit ihnen in ihrer tiefen Trauer verbunden und hoffen, dass sie angesichts dieses schweren Schicksalsschlages ihren Weg zurück in das Leben finden werden.

 

Das Jahr 2020 wird uns allen im Gedächtnis bleiben als Jahr des Lockdowns und der Maskenpflicht. Aber das Jahr der Corona-Pandemie ist auch der Zeitraum, in dem viele Menschen über sich hinauswuchsen, für andere da waren und Ideen entwickelten, um trotz Distanz Zuwendung und Nähe zu vermitteln.

 

Auch in unseren Johanniter-Einrichtungen haben haupt- wie ehrenamtlich Mitarbeitende mit vielen kleinen und großen Aktionen sowie Gesten versucht, das Gefühl der Isolation zu durchbrechen und sich mit viel Zeit, Engagement und Phantasie in den Dienst des Nächsten gestellt.

 

Zugleich waren unsere Krisenstäbe und Kompetenzteams unermüdlich im Einsatz, um Hygiene- und Sicherheitsstandards zu entwickeln und so Ansteckungen weitestgehend zu vermeiden.

 

Schon in Kürze werden wir uns impfen lassen können. Das stimmt zuversichtlich und gibt Hoffnung - so, wie das Fest der Geburt Jesu Christi, als uns das Licht der Welt gebracht wurde.

 

Ich wünsche ich Ihnen eine gesegnete Weihnacht und ein gutes Jahr 2021.

Bleiben Sie zuversichtlich.

 

Frank Böker

Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH

 

 







Klinikfilm

Aus Liebe zum Leben
Ausführliche Informationen
über unser modernes
Rehabilitationszentrum.

Grüße verschicken

Schicken Sie Ihren Verwandten, Angehörigen, Freunden und oder Bekannten eine Nachricht in unsere Klinik.

Fortbildungsprogramme

Hier finden Sie die Termine und die Verantwortlichen für unser Fortbildungsprogramm.

Virtuelle Klinik

Lassen Sie sich virtuell durch unsere Klinik führen.





© 2021 Johanniter Ordenshäuser, alle Rechte vorbehalten